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Das Debütalbum der Band, Tunnel Visions, führt die Zuhörer durch einen Strudel aus postapokalyptischen, psychedelischen und polyrhythmischen Schwingungen und verwischt oft die Grenzen zwischen Jazz und elektronischer Musik. Das Titelstück Tunnel Visions war gleichzeitig Aufhänger für eine relativ neue Festivalreihe mit dem gleichen Namen, die zeitgenössischen elektronischen Künstlern eine Plattform bietet, um sich über multimediale Präsentationen von Live-Musik und Visuals miteinander zu verbinden und erstmals 2018 in einem der wichtigsten Spielstätten Münchens, dem Milla Club stattfand.

Die Musik von Ark Noir beleuchtet die dunklen, dystopischen Aspekte der heutigen oder zukünftigen Gesellschaft und setzt gleichzeitig hoffnungsvolle Bilder in die Köpfe der Zuhörer.

 

Ursprünglich im Jahr 2015 gegründet, als jedes Mitglied noch dabei war, sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in München abzuschließen, entschieden sich der Saxophonist Moritz Stahl und der Bassist Robin Jermer, die damals wie heute Mitbewohner sind, zusammen eine Band zu gründen. Sie suchten die Talente des Schlagzeugers Marco Dufner und des Gitarristen Tilman Brandl, und als der Pianist/Keyboarder Sam Hylton fast ein Jahr später dazu kam, schlossen sich diese fünf zum Projekt Ark Noir zusammen.

Trotz ihrer jungen Jahre haben alle fünf schon ausgiebig Erfahrungen in anderen Ensembles, teilweise auch gemeinsam, gesammelt. Darunter sind u.a. die Jazzrausch Bigband, das Bundesjazzorchester, die Hannah Weiß Group, das 2018 mit dem ECHO Jazz ausgezeichnete Bamesreiterschwartz Orchestra sowie Gerd Baumann, Adriano Prestel , Madsius Ovanda oder SLATEC.

Das Album beginnt mit einer postapokalyptischen Tondichtung, die auf einem einzigen, von Stahl komponierten Leitmotiv basiert. „A Dystopian Society“ erzählt eine von Science-Fiction-Romanen und Filmen inspirierte, in einer dystopischen Zukunft spielende Geschichte, in der Kapitalismus, Rassismus und Tyrannei Teil der Gesellschaft sind und, wie Stahl sagt „die heutige Gesellschaft widerspiegelt.“

Die Albumversion des Stücks ist das Ergebnis eines langen Prozesses des Komponierens und Improvisierens, sowohl einzeln als auch im Kollektiv, bei dem Elemente hinzugefügt und subtrahiert wurden, bis eine Soundcollage entstand, die zu den wichtigsten des noch jungen Quintetts gehört. Die Band fällt von atmosphärischen Ambient-Sounds in einen pulsierenden Dance-Beat, über den Stahl ein energiegeladenes Saxophon-Solo spielt.

Der Titelsong „Tunnel Visions“ ist ein ansteckender Trap-Beat, komponiert von Dufner, der ein psychedelisches, aber dennoch lyrisches Gitarrensolo von Brandl enthält.

„Für mich repräsentiert die Energie des Stückes eine Art Neuzeit-Apokalypse, auf die wir zusteuern. Es fühlt sich so an, als würde man um sein Leben rennen und es gibt nur einen letzten Ausweg“, so Dufner und weiter: „Ein bisschen wie in einem Videospiel oder einem Jurassic Park-Film. Auf der anderen Seite bietet der Song das Gefühl, niemals aufzugeben, was in gewisser Weise auch sehr positiv ist “. Das Stück löste eine Inspirationswelle für die Band und ihr erweitertes Künstler-Netzwerk aus. So wurde ein

hypnotischer Remix von Ludwig Wandinger schnell in das Live-Repertoire der Band aufgenommen.

Das rhythmische Geflecht im Stück „Arkomplex“ wurde ursprünglich von Hylton komponiert. Auch wenn die Klangästhetik komplett eigenständig ist, wird die kompositorische Struktur stark von den frühen Multi-Tracking-Aufnahmen von Lennie Tristano beeinflusst, insbesondere von seinem Loop-Jam „Turkish Mambo". Hylton spielt ein wildes Rhodes-Solo, bevor die Band in einen treibenden Beat übergeht, um den Song zu beenden, als ob sie schließlich das Auge des Hurrikans erreichen.

Der erste Schritt der Band, Vocals zum Mix hinzuzufügen, ist bei „Weightless“ zu hören, einer Zusammenarbeit mit der Sängerin Hannah Weiss und dem Elektro-Künstler Ralph Heidel. Die kollektive Komposition basiert auf Skizzen und Beats von Dufner, Stahl & Hylton, die geschliffen und zu epischen Proportionen verarbeitet wurden. Es zeigt ebenso die endlose Kreativität von Monojo (Joh Weisgerber), der das gesamte Album gemischt hat.

 

„...ein Ensemble , das selbst überholte Formen des Fusion Jazz als Startrampe für spektakulärere Höhenflüge einer zeitgenössischen Tanzmusik nutzt.“

Süddeutsche Zeitung

„Der herausragende Tenorsaxofonist Moritz Stahl, mit 28 bereits Kurt-Maas-Preis-Gewinner und aktueller Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, hat schon als Teil einiger überragender Abschlussjahrgänge der Münchner Musikhochschule Anschauungsunterricht genossen, wie das geht....

Mit seiner eigenen Band Ark Noir, die auch bereits auf dem Weg vom Geheimtipp zu den Etablierten ist, geht Moritz Stahl nun einen ähnlichen Weg. Das von Anfang an grenzüberschreitende Quartett hat sich nun noch deutlicher Richtung Electro bewegt, wobei ‚wir alles Elektronische natürlich live spielen und auch nach wie vor improvisieren‘, wie Stahl erklärt.“ Süddeutsche Zeitung

„Der klassische Jazz, aber auch Minimal Music, Trap und viele andere Stile fließen ein, der Wille zum bedingungslosen Ausprobieren ist bei ‚Ark Noir‘ Programm. Sounds und Beats aus dem Computer setzen sie akustisch um und reichern sie mit viel Freiheit und Improvisation an. Außerdem sind die Fünf geradezu süchtig nach Effekt-Pedalen und Synthesizern – gut für ihre Musik, schlecht für die Band-Kasse.“

BR Klassik

„Ist das noch Jazz? Vielleicht ja, denn alle Beteiligten haben Jazz studiert. Oder auch nicht, denn vom Sound einer klassischen Jazz-Combo ist da nicht mehr viel übrig. Egal, denn der „Arkomplex“ ist einfach ein Brett.“

SZ Junge Leute

 

www.arknoirmusic.com

https://www.arknoirmusic.com