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Jazzfest 2019
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3. BundesjazzwerkstattOchsenbauer meets SokalJazzbirdsMr DefunktBlinddate PurCalling Planet Munich
Calling Planet Munich - ein freier Feldversuch über SunRa in wechselnden Besetzungen


bei diesem samstäglichen Ausflug in die progressive Welt der 70ger werden wir ua den Sprecher Jo Vossenkuhl erleben, wie er - begleitet vom Vibraphon einige Texte von Sun Ra vorträgt. www.stimmeundtext.de

 

Darüberhinaus werden sich die drei Formationen aufeinander einstellen und in verschiedenen Konstellationen und Instrumentationen die Musik von Sun Ra erklingen lassen - oder das, was heute aus dem Outer Space davon hörbar gemacht werden kann...

 

Embryo`s Sun Ra connection:

1956 trafen sich Dieter Serfas und Christian Burchard in Hof und begannen bald miteinander Musik zu spielen. Sie waren fasziniert von der neuen Jazzmusik eines Charles Mingus, John Coltrane, Eric Dolphy, Booker Little, Walt Dickerson, Mal Waldron und Sun Ra, dessen Musik damals von der hiesigen Szene als Antijazz bezeichnet wurde.

 

1978 trafen sie auf ihrer legendären Asientour in Kabul Hartmut Geerken, der als Leiter des Goetheinstituts Kairo Jahre zuvor dem Sun Ra Arkestra Auftritte dort ermöglicht hatte, denn der Meister war bekanntlich höchst fasziniert von der Kultur der Pharaonen. Christian Burchard reiste 1981 in diese Stadt am Nil und spielte mit dem Schlagzeuger Salah Ragab, der Vaterfigur des ägyptischen Jazz, den Sun Ra immer wieder in seine Band holte. Als 2 Jahre später Embryo dieses Land bereiste trafen sie auch auf den Saxophonisten Pat Patrick, der zwischenzeitlich aus dem Arkestra ausgestiegen war.

1985 bekamen sie einen Anruf von Salah Ragab: Die ganze Sun Ra Band saß in Athen und der Manager, der eine kommende Tournee versprochen hatte, war verschwunden. Es gab nicht mehr genug Geld, um in die USA zurückzufliegen. Embryo organisierte sofort ein großes Konzert für das Arkestra in der Münchner Theaterfabrik, das ein voller Erfolg wurde. Anschlußkonzerte folgten und die Situation war gerettet.

Vor ein paar Jahren trafen Embryo in Köln im Ensemble des 2012 verstorbenen Bandleaders Frank Köllges den Bassisten Alan Silva, der viel mit Sun Ra gespielt hatte.

 


Die Space Elephants sind die special guests des Abends.

Hier sind einige Top-Stars der Münchner Szene versammelt, die zum Teil schon leibhaftige Erfahrungen mit Sun Ra erlebten und die vor allem solistisch in Erscheinung treten werden.

 



ExpressBrassBand

Das Münchner Kollektiv EXPRESS BRASS BAND zelebriert seit einer Dekade im Geiste des Sun Ra Arkestra oder des Art Ensemble of Chicago einen unverwechselbaren Brass Band Stil, tief verwurzelt im Jazz, Soul, Afrobeat, mit Einflüssen orientalischer Musik vom Maghreb bis Afghanistan.

 

Die Formation besteht zum größten Teil aus Laienmusikern und einem kleinem Stamm aus Berufsmusikern. Ihre Auftrittsorte ähneln denen der damaligen Militärkapellen, sie spielen überall. In Parks, auf den Straßen, in öffentlichen Räumen, auf kleineren oder größeren Bühnen.

 

In München sind sie eine nicht weg zu denkende Institution, sorgen stets für regen Austausch von Musik und Musikern. Seit 2001 waren sie mehrfach zu Gast bei internationalen Brassbandfestivals in Italien, Spanien und Frankreich. 2002 organisierten sie im Rahmen des Streetlife Festivals ein Treffen mit vier befreundeten "bande musicali" aus Italien, Gli ottoni a scoppio (Mailand), die Titubanda (Rom), die fiati sprecati (Florenz) und die Banda Roncati (Bologna)

 

Ihr Ruf als Münchner Institution eilt ihnen bis zur Hochkultur voraus. Nach einigen Auftritten im Münchner Volkstheater waren sie erstmals als Laienformation bei den Münchner Opernfestspielen 2010 im Projekt "Narrenschiffe" der römischen Komponistin Lucia Ronchetti programmatisch integriert.

 

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