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Duo Elin Sakas


 

Christian Elin (Sopransaxophon, Bassklarinette), Maruan Sakas (Klavier)

 

Ein Satz, der für viele Lebensbereiche des Lebens Gültigkeit besitzt: Zu zweit ist es am schönsten. Da ist Intimität und Vertrautheit, da liegen Kompromisse fern und steht die Tür fürs Experiment weit offen. Weshalb der Satz auch in der Musik immer wieder eine Rolle spielte und dies offenbar in der Gegenwart wieder häufiger tut. Vielleicht auch deshalb, weil echte Liebhaber stets auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen, schwer zu Entdeckenden sind, und beides besitzt das musikalische Duo, sofern es ohne die menschliche Stimme auskommt, auf jeden Fall. Denn es bedeutet zunächst einmal Verzicht und später dann die große Freiheit.

 

Christian Elin und Maruan Sakas etwa kombinieren Bassklarinette und Saxophon (Elin) mit Klavier (Sakas). Kein Schlagwerk, kein Bass, keine Gitarre, niemand singt. Das Ergebnis stellt sich der durchschnittliche Radiohörer vermutlich als mindestens höchst gewöhnungsbedürftig, eventuell sogar als kaum anhörbar vor. Genau das allerdings trifft auf „Some Kind Of Blues“ in keiner Weise zu, denn die zwei Musiker schaffen hier ein musikalisches Panorama, für welches man schon einen ziemlich hohen Aussichtspunkt erklimmen muss. Und natürlich leitet uns der Blues im Titel erstmal auf die falsche Fährte, wenn auch nicht komplett.

 

Verzicht muss nur üben, wer auf Gesang in keinem Fall verzichten möchte. Rhythmik jedenfalls und eine reiche Melodienlandschaft offerieren die Eskapaden der beiden Musiker wie aus dem Füllhorn gegossen. Da werden wunderbar verwehte Klänge des Saxophonisten von arabesken Pianofiguren mal im Staccato, dann wieder sehr sanft getaktet, ganz kurz ins kakophonische Bad getaucht und schließlich in schwüler Jazzclub-Atmosphäre getrocknet. Es bleibt auch herrlich rätselhaft, aus welchen Ecken dieser Welt der Erlanger Sakas und sein Münchner Partner ihre Ideen bezogen haben. So beginnt etwa das epische „Un pas jusqu’au seuil“ wie manche Balladen des mediterranen Melancholikers Paolo Conte und öffnet auch den ersten Seitenblick auf den Blues. Es soll nicht der letzte bleiben.

 

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