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Joe Haider Info


 

Joe Haider (geb. 1936 in Darmstadt) begann bereits mit fünf Jahren das Klavierspiel zu lernen. Im Laufe der Jahre entdeckte er sein Interesse für den Jazz und spielte zwischen 1954 und 1959 als Amateurmusiker in der Region Stuttgart.

Von 1960 bis 1965 absolvierte Haider ein Musikstudium am Richard Strauss Konservatorium in München.

Die erste grosse Chance als Berufsmusiker erhielt er 1965. Damals wurde er als Pianist und Leiter des Haustrios im Münchner Jazzclub „Domicile“ engagiert und arbeitete dort während den nachfolgenden drei Jahren. Somit hatte er die Gelegenheit, mit vielen europäischen und amerikanischen Jazzmusikern zu spielen, die anlässlich von Tourneen oder Dauerengagements in einer der Münchner Big Bands im „Domicile“ auftraten. In dieser Zeit begleitete Haider Trompeter wie Benny Bailey, Dusko Goykovich, Joe Newman, Carmell Jones oder Manfred Schoof, die Saxofonisten Nathan Davis, Booker Ervin, Klaus Doldinger, Hans Koller, Don Menza, Pony Poindexter oder Leo Wright, spielte mit den Bassisten Isla Eckinger, George Mraz und Peter Trunk, den Schlagzeugern Philly Joe Jones, Joe Nay, Klaus Weiss oder Pierre Favre, mit dem Gitarristen

Attila Zoller oder Vokalist Mark Murphy und vielen anderen.

Während zwei Jahren (1968-70) leitete Haider das Radio Jazz Ensemble des Bayrischen Rundfunks (7 – 10 Musiker), für das er ebenfalls komponierte, arrangierte und als Produzent tätig war – eine Arbeit, die Haider viel Prestige eingebracht hat. So bekam er unter anderem einen Kompositionsauftrag, für die „Dürener Musik Tage“, eine Eigenkomposition aufzuführen, die dort mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde. Dabei handelte es sich um das Werk „Fate of a Child“, geschrieben in Erinnerung an seine jung verstorbene Tochter.

Die Periode von 1970 bis 1989 war durch verschiedene Neuerungen in der Karriere Joe Haiders gekennzeichnet: Mit dem Schweizer Jazzquartett „Four for Jazz“ (Heinz Bigler, Altsaxofon, Isla Eckinger, Bass und Peter Giger, Schlagzeug) ging’s sowohl auf Tournee als auch ins Aufnahmestudio. Als nächstes gründete der Pianist zusammen mit Eckinger und Drummer Pierre Favre sein eigenes Trio, tourte und nahm Platten unter eigenem Namen auf. Dann bildete er zusammen mit dem US-Posaunisten Slide Hampton eine Big Band, das „Slide Hampton/Joe Haider Orchestra“, bei welchem u.a. die Trompeter Benny Bailey und Idries Sulieman, der Tenorsaxofonist Dexter Gordon sowie der Posaunist Bob Burgess mitwirkten. Die Band absolvierte eine wichtige Europa-Tournee und spielte eine LP für das Label MPS ein. Daneben spielte Haider mit dem Leszek Zadlo Quartett in Polen, dem Sal Nistico Quartett, mit Benny Baileys Quintett mit Nistico, Eckinger und Drummer Billy Brooks sowie mit dem Dusko Goykovich/Joe Haider Quintett, bei welchem Roman Schwaller Tenorsaxofon spielte.

Im Jahre 1984 übernahm Haider nebst seiner Lehrertätigkeit den Posten des Direktors der „Swiss Jazz School“ in Bern. Bei dieser ältesten privaten und voll akkreditierten Jazzschule Europas blieb er bis 1995, wobei ihm 1994 von der Regierung des Kantons Bern für seine Verdienste auf dem Gebiet der Musik der „Grosse Kulturpreis“ verliehen wurde. Doch blieb immer Zeit für gewisse nebenamtliche Funktionen wie beispielsweise ein weiteres grossorchestrales Abenteuer, das Joe Haider Orchestra featuring Mel Lewis. Auch von dieser Band existiert eine Plattenaufnahme, die als beste Big Band-Aufnahme des Jahres 1988 den „Deutschen Schallplattenpreis“erhielt.

 

– Das Ende der 80er Jahre brachte u.a. Tourneen mit dem amerikanischen Trompeter Woody Shaw.

– Mit einem Sextett (Bert Joris, tp, Andy Scherrer, ts, Robert Morgenthaler, tb, Isla Eckinger, b, und Wolfgang Haffner, dr.) absolvierte Haider anfang der 90er Jahre Tourneen unter seinem Namen. Daneben eine Tour mit der Anniversary Big Band, welche aus europäischen und amerikanischen Musikern sowie Lehrern und Schülern der Swiss Jazz School zusammengestellt war.

– 1994 brachte Tourneen des Trios (mit Eckinger und Haffner) mit dem Trompeter Conte Candoli als Gastsolisten. Konzert- und Festivalauftritte in Deutschland und der Schweiz.

– 1995: Tourneen mit einem Quintett (März/April) sowie mit Sextett (Mai), dessen Auftritt am Jazz Festival von Bern vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde.

– 1996 folgte eine Reise nach Bangkok als Solist des „Royal Jubilee Jazz Orchestra“ anlässlich eines Konzerts zu Ehren des Königs von Thailand.

– Der amerikanische Tenorsaxofonist Don Menza lud Haider und sein Trio ein, ihn sowohl im März 1997 als auch im gleichen Monat 1998 auf je einer Tournee und bei TV-Aufnahmen für den WDR zu begleiten.

– Im Oktober 1998 spielte Haider mit dem früheren Ellington-Bassisten Jimmy Woode. Zudem erhielt er den Auftrag, anlässlich des neu gegründeten Festivals „Generations 2000“ in Frauenfeld als Lehrer verschiedener Workshops mitzuwirken und im Duo mit Jimmy Wood II täglich in der Pianobar aufzutreten

– Das Jahr 1999 brachte die Realisation zweier Projekte: Die Gründung des „Brigitte Dietrich-Joe Haider Jazz Orchestra“, dessen akribische Vorbereitung bezüglich des Repertoires den Pianisten viel Zeit kostete. Die Band kam in Opfikon, nahe Zürich, zu ihrem Debüt. Beim zweiten Projekt ging es um die neuerliche Gründung von Haiders Trio, diesmal mit jungen Leuten, dem griechischen Bassisten Giorgos Antoniou und dem Drummer Daniel Aebi aus Bern. Aufnahmen für das erste gemeinsame Album „Grandfather’s Garden“

– Die Monate April und Mai 2000 brachten die ersten Tourneen und Aufnahmen mit der Dietrich/Haider Band, in weiteren Verlauf des Jahres arbeitete Haider hauptsächlich mit seinem neuen Trio.

– Die Big Band ging im Januar 2001 erneut auch in Deutschland auf Tournee, die mit einem sehr erfolgreichen Auftritt im Swiss Jazz Club der Midem in Cannes ihren Höhepunkt hatte. Auch das Trio war in diesem Jahr unterwegs und im Studio, wo im November/Dezember das neue Album

– „A Magyar“ aufgenommen wurde. Das Trio wurde anschliessend zum Quintett erweitert (Bert Joris, tp, Domenic Landolf, ts.) und hatte damit einige Auftritte.

– Die Monate Januar, Februar sowie Dezember 2002 brachten erneute Aktivitäten des Brigitte Dietrich-Joe Haider Jazz Orchestra. Während des Festivals „Generations 2002“ zwischen dem 2. und 5. Oktober trat Haiders Trio allabendlich in Frauenfeld auf.

– Im Februar 2003 absolvierte der Pianist zusammen mit seinen alten Freunden Roman Schwaller, Tenorsaxofon, Thomas Stabenow, Bass und Mario Gonzi, Schlagzeug eine Tournee. Doch es kam noch eine weitere Tournee dazu:

– Er erhält den Auftrag für ein Septett die Kompositionen von Attila Zoller zu arrangieren. Mit diesem Septett ging man dann in Deutschland unter dem Motto „The Music of Attila Zoller“ auf Reisen.

 

Der Pianist/Arrangeur/Komponist und Dozent Joe Haider wird seine erfolgreiche Karriere weiter fortführen und mit unterschiedlichen Formationen weitere Tourneen absolvieren und Projekte verschiedener Art realisieren. Er ist und bleibt somit ein wertvolles Mitglied der europäischen Jazzgemeinde.

 

www.joehaider.ch