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Monika Roscher Big Band



Foto by Jürgen Petroff

 

Felix Jechlinger, Johannes Schneider, Andreas Unterreiner, Matthias Lindermayr (trumpets);

Ralf Bauer, Roman Sladek, Max Weber, Jakob Grimm (trombones);

Julian Schunter, Jasmin Gundermann, Michael Schreiber, Jan Kiesewetter, Heiko Giering (saxes);

Leonhard Kuhn (el-sounds); Josef Ressle (piano); Ferdinand Roscher (bass); Dominik Scholz (drums);

Monika Roscher (git, vox, dir, comp)

Matthias Leichtle (mixing)

 

Die Geburtsstunde der Monika Roscher Big Band schlug während eines Studienseminars an der Musikhochschule München. Eine Eigenkomposition für Big-Band-Besetzung trug der 1984 geborenen Jazz-Gitarristin von allen Seiten so viel Lob ein, dass sie sich entschloss, diesen Weg weiter zu verfolgen. Gemeinsam mit Freunden und Mitstudenten, die auch heute den Kern der Besetzung bilden, wurde Monikas Diplomabschlusskonzert im Sommer 2010 zum ersten gefeierten öffentlichen Auftritt ihrer Big Band umfunktioniert. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Kaum dass die Bandleaderin den Backstagebereich verlassen hatte, bot ihr auch schon der zur Zuhörerschaft gehörende Produzent Philipp Winter an, eine CD aufzunehmen. Mit dem Ergebnis bewarb sich die Band für ein Stipendium bei der Landeshauptstadt München und wurde prompt mit einem Musikstipendium der Stadt München belohnt. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Band gerade einmal ein halbes Jahr.

Zeit genug, um mit so ziemlich jeder Hörerwartung, die an eine klassische Big-Band-Besetzung geknüpft ist, zu brechen. Wer traditionellen Swing à la Count Basie und Duke Ellington erwartet, liegt völlig falsch. Zwar sind die Kompositionen, was weiträumige Harmonik und ausgedehnte Soloparts angeht, dem Jazz verhaftet, aber das besondere Augenmerk auf – mitunter filmisch anmutende – Klangtexturen und die farbenreiche, emotional direkt zugängliche Bildhaftigkeit zeugen von einer großen geistigen Nähe zum zeitgenössischen Musikgeschehen der Indie-, Elektround Triphop-Szene. Aus ihrer persönlichen Hörerfahrung erwachsend schafft Monika Roscher so eine Synthese heterogener Stile, die nie konstruiert oder berechnend wirkt.

 

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