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Jazzfest 2019
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Andy Lutter

leidenschaftlicher Aktivposten in der Freizeitliga, beherzter Funktionär für die Jazzprophetie in der Residenzstadt, begeisterter Tonsetzer und Pianist seit der ersten Stunde. Bühnenpräsenz mit Andy-Lutter Trio, Drum-for-your-life, F!üge!sch!ag, Rose Island Jazz Ensemble.

 


Liebe Leuchten!

Nun haben wir also eine neue Regierung, oder war's die alte, aber wieder neu, oder sind’s die von davor, verjüngt oder was? Naja is ja wurscht. Die Agenten der Agenden enden an ihren eig-nen Zahlenwänden, die Reformer der Reformen formen die Normen, die was welche (norman-die?). Kulturell müssen wir ja zum Glück keine Angst haben, da ändert sich nichts. Das ist eine verlässliche Größe, wenn auch eine verlassene.

Das Wort der letzten Jahre: die Arbeitslosen! - Kulturschaffende sind in ihrer Freizeit, nein Frei-heit, auch gerne Arbeitslose, aber kein Stoiber würde sich da in irgendwelche Rage reden. Was weiß der von der Kultur bzw. Subkultur? Er hat ja seinen über die urheberrechtsschützende Ab-lebenszeit von siebzig Jahren hinaus Untoten Ludwig van. Nicht zu vergessen die Gebrüder Grimm. Vielleicht isser deshalb auch so oft schlecht gelaunt.

Was wir auch noch haben, ist eine Jazzhauptstadt weniger, zum Glück in so tsunamihafter Ent-fernung hinterm großen Teich, dass die Betroffenen lauter Unbekannte sind. H2O-Blues, aller-dings ohne Domino-Effekt, Fats evacuated. - Hoffentlich gibt’s dann da auch noch eine neue Regierung fröhlicher kulturschaffender CO2-Rausblaser. CO2 steht hier übrigens nicht für einen verminderten Akkord mit zusätzlicher None. Womit wir aber beim eigentlichen Thema wären: dem organisierten Zusammenklang im personifizierten Multifikat. Das ist unser kleiner großer JAZZVEREIN, genannt JIM, mit seiner hartnäckigen Angewohnheit, eine „Werkschau“ der Münchner Volksmusikanten (modern gemeint) zu Gehör zu bringen.

Und auf Papier.

Denn diese Zeitung ist von einer handverlesenen Zahl von Musikschaffenden mit Inhalt gefüllt, und manches Köpfchen raucht in Anbetracht der unmusikalischen, aber höchst moralischen Gedanken, die dem Musikerhirn bisweilen entspringen - mit heißem Bemühen oder auch zum Ausgleich. Dies ist die selten erhobene, mittelweltweit hörbare, bluesigrauhe, raycharlesgeden-kende, euch einladende Stimme des Jazzvölkchens Münchens. Und wir haben nicht mehr viel, aber noch ein Schloss; nicht mehr lang, aber bis wir siebzig Jahre tot sind; nicht mehr weit, aber dann kommt eh der jüngste Tag, an dem man sich telefonistisch mit Miles Davis und anderen Untoten verbinden lassen kann.

Bitte ein R-Gespräch. R wie riesig, reich, rasant, relevant, rabattEuro.

Dennoch viel Spaß - und: Taschenlampe mitbringen!

ANDY LUTTER

JAZZMUSIKER INITIATIVE MÜNCHEN J.I.M.

PS: die nachfolgenden Artikel geben ausschließlich die Meinung der Autoren wieder. Wir haben uns bemüht, darauf Einfluss zu nehmen - ohne Erfolg.