HARALD HAERTER’s CATSCAN

50 Jahre Harald Haerter – Das Comeback

…the comeback
Harald Haerter (guitar) Ryan Garniaux (trumpet, flügelhorn)
Philipp Schaufelberger (guitar) Bänz Oester (double bass)
Samuel Dühsler (drums)

Nach langer Bühnenpause kehrt der Schweizer Gitarrist Harald Haerter mit CatScan zurück. Im Zentrum steht die Musik, die Haerters Laufbahn über Jahrzehnte geprägt hat: Kompositionen aus dem Repertoire von CatScan und aus seinem eigenen umfangreichen Werk – neu gelesen von einem Quintett, das einige seiner langjährigen musikalischen Weggefährten mit einer neuen Generation von Mitmusikern verbindet.
Haerters Geschichte ist eng mit einigen der prägenden Stimmen des internationalen Jazz verbunden.
Anfang der 1980er Jahre studierte er am Berklee College of Music und nahm Unterricht bei John Scofield. 1985 gründete er das Intergalactic Maiden Ballet, mit dem er mehr als 700 Konzerte spielte und früh eine eigenständige Verbindung von Jazz, Funk, Rock und freier Improvisation entwickelte.
Ab Mitte der 1990er Jahre arbeitete Haerter intensiv mit Dewey Redman. Es folgten Konzerte und Aufnahmen mit Musikern wie Joe Lovano, Erik Truffaz und Nils Petter Molvær. Eine besondere musikalische Verbindung entstand zu Michael Brecker: Nachdem Brecker Haerters Album Mostly Live gehört hatte, nahm er ihn 1997 mit auf Europatournee.
Brecker beschrieb Haerter später als einen „absolute Monster guitar player“ und erinnerte sich daran, wie ihn dessen offener Umgang mit freier Improvisation dazu inspirierte, Elemente dieser Spielweise in die Konzeption seiner eigenen Band zu übernehmen. Mit CatScan führte Haerter diese musikalische Entwicklung in den 2000er Jahren weiter. Das erste Album CatScan wurde von der Jazzzeit zur besten Jazz-CD des Jahres gewählt. CatScan II brachte Haerter erneut mit einer außergewöhnlichen Gruppe internationaler Musiker zusammen, darunter Michael Brecker, Joe Lovano, Erik Truffaz, Nils Petter Molvær und Chris Potter. Stereoplay zeichnete die Veröffentlichung als Album des Monats aus. Nach Jahrzehnten intensiver Konzerttätigkeit zog sich Haerter weitgehend von der Bühne zurück.
Stattdessen verlagerte sich ein wesentlicher Teil seiner Arbeit hinter die Kulissen: Als Leiter des Schweizer Labels Unit Records widmete er sich über viele Jahre der Veröffentlichung und Förderung der Musik anderer. Nun steht seine eigene Musik wieder im Mittelpunkt.
Für die Rückkehr von CatScan hat Haerter ein Quintett zusammengestellt, dessen Besetzung zugleich Verbindungen zu seiner musikalischen Vergangenheit trägt. Neben ihm steht mit PhilippSchaufelberger ein Gitarrist auf der Bühne, mit dem Haerter bereits in den 1990er Jahren arbeitete. Auch Bänz Oester am Kontrabass gehört zu seinen langjährigen musikalischen Weggefährten. Mit Ryan Garniaux an Trompete und Flügelhorn und Samuel Dühsler am Schlagzeug wird die Formation zum neuen CatScan-Quintett.
Das Programm greift auf die Musik von CatScan ebenso zurück wie auf Kompositionen aus Haerters eigenem Repertoire. Dabei geht es nicht um eine Rekonstruktion früherer Aufnahmen. Die Stücke werden zum Ausgangspunkt für eine Band, deren Musik von Interaktion, improvisatorischer Freiheit und der Persönlichkeit ihrer Musiker lebt. Gerade darin liegt die Kontinuität zu Haerters früherer Arbeit. Seine Musik bewegte sich immer zwischen Post-Bop und Free Jazz, elektrischer Energie und offenen Formen – mit einem starken Vertrauen darauf, dass eine Komposition sich im Moment des Spielens verändern darf.
Nach langer Abwesenheit von der Bühne nimmt Harald Haerter diesen Faden wieder auf.
Nicht als Rückblick, sondern als Fortsetzung.

Michael Brecker:
„Harald Haerter is an absolute Monster guitar player. I really love touring with him. His music is so open and free-wheeling… really inspiring! When I got back from touring with him, I incorporated his way of playing free music between songs into my own band-conception.“
Joe Lovano:
“I have collaborated with Harald Haerter throughout the years in some very wonderful and creative performances and recordings.“ John Scofield:
„Harald Haerter is a great guitar player. He plays his ass off on his album GULF.“
Dewey Redman:
„Harald Haerter is one of the finest musicians I have ever worked with. He is not only an excellent guitar player but also a visionary artist. There are very few musicians like him around today. I really enjoy playing with him and recommend him highly – anytime, anywhere.“
Down Beat Magazine – Bill Milkowski:
“Harald Haerter possesses a singular approach; the phrasing, the breathtaking single note lines and daring harmonies employed in the heat of improvisation are uniquely his own. His band is creating some of the most exhilarating music in contemporary jazz.”
Rolling Stone – John Swenson:
“I give Harald Haerter a four and a half out of five star rating for his performance at the Birdland in
New York. I loved the slow dynamics in his playing. Each note was articulated instead of just rushed through.”
The New York Times – Ben Ratlif:
„In the Harald Haerter / Dewey Redman band Mr. Haerter displays a manic delicacy in ripping explorations of chords changes.“
Ralf Dombrowski:
“Harald Haerter ist einer der kreativsten Musiker Europas. Steitdem er mit Dewey Redman und Michael Brecker durch die USA und Europa getourt ist, zählt er zu den von der Fachpresse hoch gelobten Neuentdeckungen aus der Alten Welt.
Haerter entwindet den Akkorden ungewohnte Alterationen und den Schemata eigenwillige Progressionen. Er soliert sich in Ekstase, bis er vor Wildheit schier zu bersten droht, und fordert damit seinen amerikanischen Gast Michael Brecker heraus, weit mehr als die üblichen Ornamentierungen zu bieten. So entstehen sich ständig kommentierende und weiterführende Netzwerke der Inspirationen, die bis an die physische Grenze der Umsetzbarkeit reichen. Schwer gefordert, aber rechtschaffen müde verlassen die Akteure daher die Bühne mit dem Bewusstsein, weit mehr als das Normale geboten zu haben.”